Versorgungssicherheit als Grundbedürfnis

Sicherheit zählt zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Dies gilt ebenso für die Energiesicherheit. Daher arbeitet die enviaM-Gruppe rund um die Uhr für ihre Kunden, um diese auch in Zukunft zuverlässig mit Energie zu versorgen.

Energiesicherheit als politisches Ziel

Die Energiesicherheit hat ökonomische, ökologische, soziale und geopolitische Bedeutung und ist somit ein wichtiges Anliegen der Politik. Laut Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist ein zentrales Ziel der Versorgungssicherheit, „eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht“ (§1 EnWG), zu gewährleisten. Dabei stellen die Energiewende und der wachsende europäische Stromhandel die deutschen Strom- und Gasnetze vor große Herausforderungen.

Schwankende Einspeisung aus Erneuerbaren Energien versus sichere Versorgung

Die Energiewirtschaft befindet sich im Wandel. Einerseits ergibt sich aus dem Ausbau der erneuerbaren Energien eine größere Energiesicherheit, da die Abhängigkeit von den sich erschöpfenden konventionellen Energien und unsicheren Exportstaaten verringert wird. Anderseits ist die Erzeugung von erneuerbaren Energien bei Sonnen-, Wind- und Wasserkraft wetterabhängig stark schwankend.

mehrere Windräder stehen auf einem Feld unter wolkenverhangenem Himmel

Trotz allem soll eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gewährleistet werden. Gefragt sind geeignete Maßnahmen wie der weitere Ausbau der Stromnetze, schnell regelbare Kraftwerke, intelligente Netze oder der Bau von Speicherkraftwerken.

Projekte in der enviaM-Gruppe

Damit wir auch zukünftig unsere Kunden sicher mit Energie versorgen können, arbeiten wir an verschiedenen Projekten. Vier davon stellen wir Ihnen kurz vor.

Redispatch: Eingriffe in die Erzeugungsleistung

Netzbetreiber müssen häufiger als bisher Redispatch-Maßnahmen vornehmen. Der schrittweise Kernenergie- und Kohleausstieg sowie die vermehrte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien wirken sich auf die Lastflüsse im Netz aus.

Unter Redispatch werden Eingriffe in die Erzeugungsleistung von Kraftwerken verstanden, um Leitungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen. Anlagen müssen entweder ihre Einspeisung drosseln oder aber die Einspeiseleistung erhöhen.

NetzFlex: Grünen Strom günstig verbrauchen, wenn er verfügbar ist.

Wie flexibel ist unser Stromnetz eigentlich? Wenn gerade die Sonne scheint oder der Wind weht, wäre der perfekte Zeitpunkt, den lokalen Strom aus erneuerbaren Energien zu nutzen. Das würde auch zu einer optimalen Auslastung des Stromnetzes führen.

An diesem Punkt setzt MITNETZ STROM mit dem Projekt NetzFlex an. „Netz“ steht dabei für Stromnetz und „Flex“ für Flexibilität. Das Ergebnis ist eine IT-Lösung, die hilft, überschüssigen Strom mit flexiblen Verbrauchern zu nutzen. Kunden sollen motiviert werden, dann Strom zu verbrauchen, wenn besonders viel erneuerbare Energien im Netz zur Verfügung stehen. Damit wird einer Netzüberlastung entgegengewirkt.

Smartphone mit Lastkurve

Dafür werden die Kunden künftig in ein Energiemanagementsystem eingebunden, dass ihnen per App anzeigt, wie hoch der Anteil von grünem Strom aktuell ist. Da in Zeiten hoher Einspeisung aus Wind- und Sonnenenergie auch die Netzentgelte niedriger sind, spart ein flexibler Kunde bares Geld.

InnoSys 2030: Bestehende Stromnetze optimal auslasten

Der Netzausbau hinkt seit Beginn der Energiewende hinter dem Ausbau der erneuerbaren Energien hinterher. Lange Planungs- und Genehmigungszeiten verzögern die Umsetzung enorm. Umso wichtiger ist es für Netzbetreiber, die bestehenden Stromnetze bestmöglich auszulasten.

Dieses Ziel verfolgt das Projekt InnoSys 2030. Hier forschen Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber, wie MITNETZ STROM, gemeinsam mit Hochschulen und Software-Herstellern an einem Konzept, um eine höhere Auslastung der vorhandenen Netze bei mindestens gleichbleibender Systemsicherheit zu gewährleisten.

VNB-DC: Gleichstrom für Verteilnetze nutzen

Das Projekt VNB-DC untersucht, wie die Vorteile des Gleichstroms auch für Verteilnetze, also für Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze, genutzt werden können.

Viele moderne Elektrogeräte wie Computer, Smartphones oder LED-Beleuchtung benötigen Gleichstrom. Kraftwerke liefern jedoch Wechselstrom. Auch die Leitungen übertragen Wechselstrom, der dann im Elektrogerät in Gleichstrom umgewandelt werden muss. Mit der Energiewende sind mit Erneuerbaren-Energien-Anlagen und Elektrofahrzeugen weitere Energieverbraucher hinzugekommen, bei denen Gleichstrom eine wichtige Rolle spielt. Mit ihm lassen sich die Stromflüsse im Netz besser steuern und auch die Energieübertragung mittels Gleichstrom ruft weniger Verluste hervor.

Grafik zeigt ein Smartphone mit Gleich- bzw. Wechselstrom

Die Integration mehrerer Gleichstrom-Verbindungen in den Netzbetrieb ermöglicht einen Leistungsaustausch zwischen einspeisestarken und laststarken Regionen innerhalb der Verteilnetze direkt auf der Hochspannungsebene. Das Verteilnetz wird durch die zielgerichtete Integration von Gleichstromleitungen leistungsfähiger. Die Netzanschlusskapazität erhöht sich, ohne die gewohnte hohe Netzsicherheit zu reduzieren. Gleichstromleitungen können auch zur Entlastung des Übertragungsnetzes eingesetzt werden.

Weitere spannende Projekte der enviaM-Gruppe gibt es unter www.enviaM-gruppe.de.

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