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Kategorie Energie

Dunkelflaute – Was ist das?

Dunkelflaute

In den vergangenen Wochen tauchte der Begriff „Dunkelflaute“ vermehrt in den Medien auf. Wir erklären, was sich dahinter verbirgt und welche Auswirkungen eine Dunkelflaute in Mitteldeutschland hat.

Insbesondere in den Wintermonaten gibt es Tage, an denen weder die Sonne scheint noch Wind weht. Solche Phasen bezeichnen Netzbetreiber als sogenannte Dunkelflaute. In dieser Zeit können Photovoltaik- und Windenergieanlagen in einer bestimmten Region nur niedrige bis gar keine Mengen erneuerbare Energie produzieren und ins Stromnetz einspeisen. Dies liegt unter anderem an der verkürzten Tageslänge, am niedrigen Sonnenstand und an Hochdruckgebieten, die für trübe Wetterbedingungen sorgen.

Eine Dunkelflaute tritt vorrangig von Dezember bis einschließlich Februar auf. Ende Januar 2017 traf es Mitteldeutschland. Im Netzgebiet von MITNETZ STROM erfolgten über mehrere Tage kaum Einspeisungen aus Photovoltaik und Windkraft. Diesen Engpass gleichen derzeit konventionelle Kraftwerke aus, sodass Netzbetreiber Dunkelflauten gut beherrschen.

Für ein Energieversorgungssystem, das zu einem Großteil oder ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiert, sind Dunkelflauten besonders von Bedeutung. Denn während einer Phase mit ungünstigen Produktionsbedingungen für Ökostrom muss die Versorgungssicherheit gewahrt sein. Im Zuge der Energiewende werden daher verschiedene Maßnahmen zum Überbrücken von Dunkelflauten diskutiert. Neben dem Ausgleich durch fossile Reserve-Kraftwerke oder Kraftwerke auf Basis grundlastfähiger erneuerbarer Energien (z.B. Biomasse und Geothermie) zählen unter anderem der Einsatz von Energiespeichern sowie die Flexibilisierung von Verbrauchern zu den Ansätzen.

Übrigens: Dunkelflauten gibt es gelegentlich auch im Frühling und Sommer. Dann treten sie in der Dämmerung oder bei Nacht auf.

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