Drei Duos stellen sich vor

Das 11. Finale von „enviaM – MUSIK AUS KOMMUNEN“ ist Geschichte. Doch wer versteckt sich eigentlich hinter den sechs Künstlerinnen, die Ende November ihr musikalisches Können zum Besten gaben?

Duo „Fortunato“ mit insgesamt 24 Jahren Musikerfahrung

Die 16-jährige Schülerin und Konzertmeisterin des Jugendsymphonieorchesters Leipzig Diana Kostadinova und die 19-jährige Studentin Van Trang Truong blicken zusammen bereits auf 24 Jahre musikalische Erfahrung zurück.

Die Aufregung vor einem Auftritt gehört einfach dazu. Das sehe ich gar nicht negativ, weil sich das Adrenalin positiv auf unser Spiel auswirkt.

Seit einem Jahr bilden die beiden das Duo „Fortunato“. Sie beteiligten sich am Regionalwettbewerb Sachsen „enviaM – MUSIK AUS KOMMUNEN“ 2018 und holten am 15. Juni prompt den Sieg. Diana und Van Trang von der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“ beeindruckten das Publikum beim Finale mit Wolfgang Amadeus Mozarts Violinsonate F-Dur KV 377 und der Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 d-moll op. 21 von Niels Wilhelm Gade. Mit dem Auftritt in Chemnitz beendeten die beiden Vollblutmusikerinnen ihre Zusammenarbeit als Duo. Ein schöner, aber kein wirklicher Abschied. Denn gemeinsam mit Dianas Bruder Bobby Kostadinov bilden sie ein Trio, das auch in Zukunft gemeinsam auf verschiedensten Bühnen stehen will. Van Trang interessiert sich stark für Gesellschaftswissenschaften und studiert daher im dritten Semester Jura. Diana, die im Sommer 2019 ihr Abitur ablegen möchte, denkt derzeit über ein Musikstudium nach:

Natürlich weiß ich, dass es schwer ist, sich in der Musikwelt durchzusetzen, dennoch möchte ich versuchen meinen Traum von der Profimusik zu verwirklichen.

B & B: Von Romantik bis Jazz

Auch das Klavierduo „B & B“ – Patricia-Barbara Guti und Barbara Dietrich – von der Kreismusikschule Wittenberg haben schon jede Menge Bühnenerfahrung. Die Bandbreite der beiden 17 Jahre jungen Frauen reicht von Romantik bis Jazz. Sie spielen erst seit einem Jahr gemeinsam und überzeugten die Jury am 1. Juni in Bernburg beim Regionalwettbewerb Sachsen-Anhalt. Ihre musikalische Vielfalt bewiesen sie beim Finale in Chemnitz mit der Sonate D-Dur KV 381 Allegro (1. Satz) von Wolfgang Amadeus Mozart, der Suite Op. 15 Nr. 1 Romance (1. Satz) von Anton Arensky und Nicolai Kapustins der Paraphrase on Dizzy Gillespie’s Manteca. Die beiden teilen nicht nur die Leidenschaft für die Musik, sondern auch ihre Aufregung in der Stunde vor dem jeweiligen Auftritt.

Das hört nie auf, egal wie oft man vor Publikum spielt. Im Gegenteil – wir werden von Jahr zu Jahr nervöser. Die Platzierung ist dabei nicht entscheidend. Am Ende soll das Musizieren uns und vor allem den Zuhörern Spaß machen. Wichtig ist aber auch der Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen. Wir sehen sie nicht als Wettbewerber an. Musik ist schließlich nicht dazu da, zu spalten. Sie verbindet Menschen.

Jokl & Svak: Ergänzende Temperamente

„Jokl & Svak“ – dahinter verbergen sich die 18-jährige Akkordeonspielerin Svea Westphal und die 17-jährige Klarinettistin Johanna Krech von der Musikschule Frankfurt/Oder. Die beiden jungen Talente spielen seit dem Sommer 2016 zusammen und ergänzen sich dabei perfekt. Während Svea die letzte halbe Stunde vor ihren Auftritten aufdrehe und ohne Punkt und Komme rede, werde Johanna immer ruhiger und entspannter. Das Duo, das am 9. Juni in Herzberg den Regionalwettbewerb Brandenburg für sich entschied, zeigte beim Finale auf der Bühne des Opernhauses unter anderem seine Vorliebe für zeitgenössische Komponisten. Die beiden spielten neben dem Divertimento Nr. 1-5 Satz (Rondo) von Wolfgang Amadeus Mozart und dem traditionellen rumänischen Musikstück Hora Midor zwei Werke der zeitgenössischen Komponisten Jürgen Golle (Clownerie 1. Satz – Allegro) und Andreas Nebi (Tango Nr. 1). Die Teilnahme am Finale bedeutet ihnen viel.

Sie ist eine Bestätigung für unsere Arbeit, zumal wir im letzten Jahr den Landeswettbewerb Brandenburg nicht für uns entscheiden konnten.

Nach dem Abitur im kommenden Sommer möchte Svea Grundschullehramt studieren und später Musikunterricht erteilen. Johanna hingegen strebt ein Musikstudium an, da sie sehr viel Spaß dabei habe, auf der Bühne zu stehen und vor Publikum zu spielen.

Neben den sechs jungen Talenten sorgten zum Finale in Chemnitz die Deutsche Streicherphilharmonie, der Marimbaphon-Solist Lars Weber und das Sextett „Metronom Junkies“ der Kreismusikschule Oberspreewald-Lausitz für die passende und packende musikalische Umrahmung. Alle Infos zu den Platzierungen der drei Duos erfahren Sie in unserem letzten Beitrag.

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