Digitalisierung braucht Akzeptanz und Vertrauen

Beim 13. enviaM-Energiekonvent unter dem Motto „KI, IoT, Deep Learning, Blockchain und Co. – Wie verändert uns die Digitalisierung?“ diskutierte ein hochkarätiges Podium mit rund 260 Gästen. Dieser fand am 23. September 2019 im Leipziger Kubus des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung statt.

Der enviaM-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Lowis sagte zu Beginn:

Eine digitale Haltung kann sich nur entwickeln, wenn wir die Digitalisierung als positive Entwicklung akzeptieren. Darauf aufbauend gewinnen wir Vertrauen.

Energiekonvent 2019

Spannungsfeld Digitalisierung

Der Chefredakteur von netzpolitik.org Markus Beckedahl umriss in seinem Impulsvortrag treffend das Spannungsfeld der Digitalisierung und sorgte mit vielen Beispielen bei den Zuhörern für ein Schmunzeln:

Ohne Cybersicherheit ist das IoT, wenn der Toaster Bitcoins schürft, um seine Spielschulden beim Kühlschrank zu bezahlen.

Schlüsselkompetenzen: Veränderungsbereitschaft und Weiterbildung

Im Podium diskutierten außerdem Katharina Hochfeld, stellvertretende Leiterin Unternehmenskultur und Transformation des Fraunhofer CeRRI sowie Frank Barz, Partnermanager Startup Cooperation bei der Telekom Deutschland GmbH zur digitalen Transformation. Er sagt:

Für die Digitalisierung zählt nicht die Größe des Unternehmens, es zählt die Geschwindigkeit, mit der Innovationen vorangetrieben werden.

Energiekonvent 2019
Im Mittelpunkt der weiteren Gespräche standen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Lebens- und Arbeitswelt. Katharina Hochfeld meint dazu:

Tätigkeitsprofile werden wegfallen. Veränderungsbereitschaft und Weiterbildung sind daher Schlüsselkompetenzen der Digitalisierung.

Publikum im Podium

Darüber hinaus riefen Dr. Stephan Lowis und Moderator Dr. Holger Schmidt das Publikum auf, sich an der Diskussion zu beteiligen. Für Beiträge aus dem Publikum war eigens dafür ein freier Platz im Podium reserviert. Dieser wurde unter anderem von Jens Albrecht, Referatsleiter Digitale Infrastruktur, Breitbandausbau im sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr genutzt, um über die Verantwortung von Politik und Privatwirtschaft beim Glasfaserausbau in der Region mitzudiskutieren.
Abschließend waren sich Moderator und Podium einig: Wir stecken mitten in einer digitalen Transformation, deren Geschwindigkeit eher noch zunehmen wird. Höchste Zeit also, unseren Weg in das digitale Zeitalter zu wählen, um das Beste aus den neuen Technologien zu machen.

 

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