Das sprechende Haus in Raschau-Markersbach

Brigitte und Klaus Franke hatten seit ihrem Einzug in das neu sanierte Haus in der Beethovenstraße in Raschau-Markersbach viel Besuch. Kamerateams, Zeitungsredakteure und Fotografen gingen ein und aus. Alle wollten das „sprechende Haus“ sehen, hören und erleben. Dabei hatte so mancher Science-Fiction-Bilder von riesigen Bildschirmen und blinkenden Touchpads im Kopf. Doch zur großen Überraschung aller: Die Wohnung der Frankes sieht ganz normal aus. Keiner würde vermuten, dass hier modernste Technik verbaut wurde.

„Wir haben die Steuerung der Haustechnik bewusst einfach gehalten, damit unsere Mieter von Anfang an gut damit klarkommen. Zu viel Schnickschnack hätte sie eher abgeschreckt“, sagt Kai Schwengfelder, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Raschau GmbH.

Das Haus im beschaulichen Erzgebirgsort ist das erste Projekt seiner Art, das gemeinsam mit enviaM umgesetzt wurde. Reichlich zwei Jahre hat es von der ersten Interessensbekundung bis zum Einzug der Mieter gedauert. Das Haus war ein Bestandsobjekt und wurde von Grund auf komplett saniert.

„Bei der Haustechnik wurde einerseits großer Wert auf besonders hohen Komfort für die Bewohner und deutlich erhöhte Sicherheit gelegt. Andererseits war uns eine leichte Bedienbarkeit sehr wichtig“, beschreibt Marco Seifert, Key Account Manager bei enviaM, die Anforderungen.

Das Ehepaar Franke steuert zum Beispiel mit einem einfachen Schalter die Temperatur in den einzelnen Räumen. Drei Abstufungen stehen zur Wahl, die hätten sie einmal anpassen lassen und kämen seitdem super damit klar, erzählt Brigitte Franke. „Toll ist auch, dass das Licht im Wohnzimmer blinkt, wenn es an der Tür klingelt. Das überhört man schon mal, wenn die Flurtür geschlossen ist und der Fernseher läuft“, berichtet Klaus Franke.

Von den Sicherheitsfunktionen schätzt das Ehepaar am meisten, dass die Stromzufuhr zum Herd unterbrochen wird, sobald sie die Wohnung verlassen. Dazu reicht es aus, die „Gehen“-Taste neben der Wohnungstür zu betätigen. Damit wird gleichzeitig das Licht in allen Räumen ausgeschaltet.

Auch Wasserschäden durch eine überlaufende Badewanne oder defekte Waschmaschine gehören der Vergangenheit an. Kleine Sensoren, die sich hinter einer schmalen Öffnung in der Wand verbergen, registrieren das Wasser und sorgen dafür, dass ein Sperrventil geschlossen wird.

„Die Mieter sollen sich jetzt, noch fit und rüstig, an die Technik gewöhnen und können später mit deren Unterstützung so lange wie möglich ein selbstständiges Leben hier bei uns im Haus führen“, erklärt Schwengfelder.

Die Wohnungen sind auch für alleinlebende Personen gut geeignet, denn das Haus ist komplett barrierefrei und verfügt über zusätzlich programmierbare Notfallsysteme. Registriert zum Beispiel ein Bewegungsmelder, dass eine Person sich über einen gewissen Zeitraum nicht bewegt, was seinem sonst üblichen Bewegungsmuster widerspricht, fragt das System eine Bestätigung ab. Erfolgt auch nach zweimaliger Aufforderung keine Reaktion wird ein Notruf abgesetzt. „Je nachdem was vorher festgelegt wurde, geht eine Information per SMS oder E-Mail an eine bestimmte Person oder eine Notrufzentrale. Das lässt sich individuell festlegen“, erläutert Seifert das System.

Familie Franke fühlen sich in ihrer technisch hochmodernen und gleichzeitig doch „normalen“ Wohnung pudelwohl. Der Schrebergarten liegt in Reichweite und vom Balkon aus können sie bis nach Annaberg-Buchholz blicken oder Rehe auf den gegenüberliegenden Hügeln beobachten – aber nur, wenn nicht gerade wieder ein Kamerateam bei ihnen im Wohnzimmer steht.


Was dabei herauskommt, wenn ein Kamerateam mal bei Familie Franke zu Gast ist, sehen Sie in unserem kleinen Video.

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