Chemnitz Kulturhauptstadt 2025

Der Jubel in Chemnitz war groß, als Mitte Dezember 2019 bekannt wurde, dass die Stadt im Rennen um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“ eine Runde weiter ist. Bis dahin hatte sich die einstige Arbeiterstadt unter anderem bereits gegen das sächsische „Kultur-Schwergewicht“ Dresden durchgesetzt. Im Finale konkurriert Chemnitz nun mit Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg um den Titel. Jetzt geht‘s in den Endspurt! Am 22. Oktober 2020 präsentiert die Stadt ihre Bewerbung online vor der europäischen Jury, sechs Tage später wird die Entscheidung bekannt gegeben. enviaM drückt natürlich die Daumen, da wir seit der Gründung 2002 unseren Firmensitz in Chemnitz haben.

Kulturelles Potential in Chemnitz

Der Ballungsraum Chemnitz trägt ein enormes kulturelles Potential. Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt wurden verschiedene Projekte und Veranstaltungsformate entworfen. Diese sollen das Image der Region unabhängig vom Titelgewinn sowohl bei den Menschen vor Ort als auch in der überregionalen und europäischen Wahrnehmung positiv verändern. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ist überzeugt:

Es gibt für die Kulturregion viele Anknüpfungspunkte, denn wir haben eine gemeinsame Geschichte nicht nur erlebt, wir können sie auch gemeinsam erzählen – eine zutiefst europäische Geschichte.

Motor für die Chemnitzer Wirtschaft

Die selbsternannte Stadt der Moderne sieht ganz klare Vorteile mit ihrer Bewerbung um Europas Kulturhauptstadt: Wirtschaftliche Sicherheit und soziale Gerechtigkeit, Kulturangebote für viele Interessen und eine neue Stärke der Stadt.

Dieser Sieg wird der Stadt und der Region neue, positive Energie verleihen.

Chemnitz erhofft sich durch den Titelgewinn, dass zahlreiche Jobs entstehen und im Zuge dessen die Löhne steigen. Außerdem möchte sie die jungen Menschen in der Region halten und verhindern, dass sie nach Leipzig, Dresden oder Berlin abwandern. Auch Geschäfte, Cafés, Restaurants und Hotels sollen vom Titel profitieren. Immerhin konnten in der Vergangenheit Siegerstädte vergleichbarer Größe zusätzliche Einnahmen zwischen 150 und 500 Millionen Euro erzielen. Ein weiterer Wunsch ist, dass 2025 etwa zwei Millionen Menschen in das aktuell mehr als 246.000-Einwohner zählende Chemnitz reisen. Das wären 40.000 Gäste pro Woche. Gar nicht mal so abwegig, denn die niederländische Stadt Leeuwarden mit ihren 100.000 Einwohner zählte nach dem Sieg sogar fünf Millionen Gäste. Die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH bekräftigt auf ihrer Internetseite:

Wenn wir den Titel ‚Europäische Kulturhauptstadt 2025‘ gewinnen, ist es DAS Konjunkturprogramm für Chemnitz.

Sollte Chemnitz den Titel holen, hat das große wirtschaftliche Auswirkungen für das Stadtgeschehen. Positive Effekte gab es beispielsweise bei den folgenden vorherigen Titelträgern Vorgängern :

  • Linz wurde 2009 zur Kulturhauptstadt gekürt. Seitdem entstanden allein in Oberösterreich mehr als 4.600 Arbeitsplätze.
  • In Essen beschleunigte sich dank des Sieges 2010 der Strukturwandel hin zu einer wissensbasierten Wirtschaft. Im Fokus standen dabei die Eigenschaften kreativ, digital und vernetzt.

Chemnitz

Die Bewerbung ist ein Gemeinschaftsprojekt

Kulturhauptstadt Europas zu werden, ist ein langfristiges und nachhaltiges Vorhaben von Stadt und Einwohnern. Die einzelnen Projekte sollen Lust machen aufs Kultur genießen, Kultur schaffen und vor allem aufs Kultur ermöglichen. Es braucht also eine Dynamik in der Stadtentwicklung. Schauen Sie sich hier einmal um. Wenn Sie Ideen haben und die Stadt unterstützen möchten, dann melden Sie sich. Das gemeinsame Ziel ist klar: Chemnitz soll Kulturhauptstadt 2025 werden.

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