Ausbildung mit virtuellem Durchblick

Technikbasiertes Lernen wird in der Ausbildung immer mehr zur Praxis. Die Lehrinhalte zu digitalisieren, steht auch bei der enviaM-Gruppe weit oben auf der Agenda. Der 20-jährige Maximilian aus Bad Lauchstädt und der 18-jährige Tim aus Obhausen sind Azubis im dritten Lehrjahr. Beide arbeiten bei MITNETZ STROM in Halle. Während ihrer Ausbildung zum Mechatroniker bearbeiten sie mechanische, elektrische und elektronische Komponenten. Und sie montieren diese zu mechatronischen Systemen. Außerdem installieren sie Steuerungssoftware, betreiben Anlagen und halten diese instand. Maximilian und Tim drücken aber nicht nur die Schulbank. Sie erkunden ihren zukünftigen Arbeitsplatz auch digital. Dank Virtual-Reality-Brillen und gekoppelten Controllern können sich die Azubis nämlich frei am digitalen Arbeitsplatz bewegen.

Arbeitsprozesse digital erkunden

Wenn sich Maximilian und Tim im Ausbildungszentrum in Halle die VR-Brille aufsetzen, verschwindet das Klassenzimmer. Sie befinden sich dann direkt im Umspannwerk Falkenberg in Brandenburg. Hinter dem virtuellen Umspannwerk verbirgt sich eine realitätsnahe Simulation. Sie ermöglicht es Azubis und Monteuren ohne Ortswechsel und Risiken alltägliche Handlungen in ihrem Tätigkeitsbereich zu trainieren. Dadurch lassen sich unterschiedliche Szenarien wie Schaltberechtigungen oder Kabelmontage üben. Die Simulation kann aber auch Sicherheitsregeln, Sicherheitsabstände, Zutrittsberechtigungen und Befugnisse abbilden. Maximilian gefällt der Wechsel zwischen realer und digitaler Welt:

Ich kann viel nebenbei lernen, ohne dass ich mich in Gefahr bringe und Spaß macht es auch noch.

Mechatroniker

Technik mit Zukunft

Das virtuelle Umspannwerk ist ein Projekt unserer Zukunftsvision #enviaM2030. Mit modernen Ausbildungsmöglichkeiten wie dieser und weiteren innovativen Plänen wird die Energieversorgung von morgen gestaltet und gesichert. Zukünftig soll die VR-Technik auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen. Ausbildungsübergreifend kann das virtuelle Trainieren für alle Anlagetechniken interessant werden. Schon jetzt findet es beim Üben von Schweißprozessen ganz ohne Materialverlust Anwendung. Weitere spannende Einblicke in das virtuelle Umspannwerk gibt Sebastian Wolfermann in seinem Interview.

Lernen mit Blick über den Tellerrand

Die Ausbildungsmöglichkeiten innerhalb der enviaM-Gruppe sind vielfältig. Neben Tim und Maximilian arbeiten 266 weitere Auszubildende an vier Standorten im Unternehmensverbund. Sie qualifizieren sich unter anderem als Mechatroniker, Anlagenmechaniker oder Elektroniker für Betriebstechnik. Ausbildungsleiter Christoph Franke sieht in der Vielfältigkeit den größten Vorteil einer Ausbildung bei der enviaM-Gruppe. Der Erfahrungsaspekt verschiedener praktischer Fachabteilungen bietet spannende Einblicke in unterschiedliche Themenfelder.

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