Welche Arten von E-Autos gibt es?

Einfach alles elektrisch – und es rollt? In unserem Blogartikel „Welches E-Auto passt zu mir?“ haben wir herausgestellt, dass auch das persönliche Nutzungs- und Fahrverhalten ausschlaggebend dafür ist, welcher Typ Elektroauto sich für mich eignet. Denn diese unterscheiden sich in Aufbau und Funktion erheblich. Die wichtigsten stellen wir hier kurz vor.

Batterieelektrische Fahrzeuge – Battery Electric Vehicle (BEV)

Für die reinen Elektrofahrzeuge, die ausschließlich mit einem Elektromotor ausgestattet sind, hat sich mittlerweile die Abkürzung BEV für Battery Electric Vehicle (z. B. Renault ZOE, Smart ED, Tesla Model S, VW e-Golf) durchgesetzt. Diese E-Autos beziehen die für den Antrieb benötigte Energie aus einer Batterie im Fahrzeug. Die Batterie wird über das Stromnetz aufgeladen und kann während der Fahrt per Rekuperation zurückgewonnene Bremsenergie speichern.

Batterieelektrische Fahrzeuge mit Range Extender (BEV-REx)

Elektrofahrzeuge mit Range Extender (z. B. BMW i3 oder Opel Ampera Modell 2012) besitzen zusätzlich zur Batterie noch einen kleinen Verbrennungsmotor bzw. Reichweitenverlängerer (Range Extender). Dieser Zusatzmotor versorgt nur die Batterie mit Strom und ist nicht direkt mit dem Antrieb des Fahrzeuges gekoppelt. Sobald der Batteriestatus eine bestimmte Reichweite unterschreitet, wird der Range Extender automatisch aktiviert und speist die Batterie mit Strom. Dies bringt je nach Modell eine zusätzliche Reichweite von circa 100 Kilometern. Gibt es in unmittelbarer Nähe keine Ladestation, kann also auch eine Tankstelle angesteuert und Benzin getankt werden.

Hybridfahrzeuge – Hybrid Electric Vehicle (HEV)

Die Batterie des Hybrid Electric Vehicles (HEV) wird durch den Verbrennungsmotor geladen. Eine externe Ladung über das Stromnetz ist nicht möglich. Die Funktion der Rekuperation wird auch in Hybridautos angewendet. Erst, wenn die Batterie ausreichend geladen ist, wird der elektrische Antrieb von der Steuerung freigegeben. Rein elektrisch lassen sich zwar nur wenige Kilometer mit einem HEV fahren, doch gerade das energieintensive Anfahren kann vom Elektromotor übernommen werden. Dadurch weisen Hybride bessere Verbrauchswerte – trotz des höheren Gewichtes durch die zwei Motoren – auf.

Plug-in Hybrid Electric Vehicle (PHEV)

Auch ein Plug-in Hybrid Electric Vehicle (PHEV) hat zwei Antriebsmotoren (z. B. Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander oder VW Passat GTE ). Der Unterschied zum HEV besteht jedoch darin, dass PHEV mit einem Stecker über das Stromnetz aufgeladen werden können. Daher zählen sie in vielen Definitionen auch als Elektroauto im engeren Sinne. Ein PHEV hat außerdem eine größere Batterie als ein HEV, mit der sie in der Regel mindestens 50 Kilometer rein elektrisch fahren können. Für den Stadtverkehr also meistens ausreichend.

Brennstoffzellen-Fahrzeug – Fuel Cell Electric Vehicle (FCEV)

Beim Fuel Cell Electric Vehicle (FCEV) wird die elektrische Energie durch Elektrolyse aus Wasserstoff und Sauerstoff während des Fahrbetriebes erzeugt (z. B. Mercedes-Benz GLC F-CELL oder Hyundai NEXO). Grundlage dafür ist eine Brennstoffzelle, welche aus einem Wasserstofftank gespeist wird.  Die Energie setzt den Elektromotor in Bewegung oder wird zeitweise in einer Batterie gespeichert. Ein großer Vorteil von FCEV ist, dass durch die „kalte Verbrennung“ von Wasser- und Sauerstoff keine Emissionen außer Wasserdampf entstehen. Außerdem kann der Wasserstofftank in wenigen Minuten wieder befüllt werden. Aktuelle Brennstoffzellenautos haben Reichweiten von 500 bis 600 Kilometer. Jedoch gibt es momentan nur sehr wenige Modelle, da die Herstellung von Brennstoffzellen und Wasserstoff sehr energieintensiv und teuer ist.

Übersicht E-Auto-Arten

Die Entscheidung für das richtige Elektrofahrzeug

Um sich für das richtige Elektrofahrzeug zu entscheiden, sollten Sie abwägen, ob Sie Gelegenheitsfahrer sind oder das Auto für Sie ein unverzichtbarer Alltagsbegleiter ist. Fragen Sie sich außerdem, welche Strecken Sie am Stück zurücklegen möchten und wie viel Platz Sie benötigen. Die Auswahl an Modellen ist groß und der Markt wächst immer weiter. Nehmen Sie also am besten die eigenen Bedürfnisse ganz genau unter die Lupe und vergleichen Sie, welches Elektroauto infrage kommt.

Online sind dazu verschiedene Konfiguratoren oder Ranglisten als Entscheidungshilfen verfügbar. Hier sind die Elektroautos übersichtlich dargestellt.

Wer wissen möchte, wie die neuesten Modelle heißen und über welche Ausstattung sie verfügen, kann sich zum Beispiel beim ADAC informieren.

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