70 Jahre Fernwärme für Plauen

Komfortabel, umweltschonend und wartungsarm: Fernwärme steckt voller Vorteile. In Plauen wird seit 70 Jahren auf die zentrale Erzeugung von Wärme gesetzt. envia THERM – Erzeuger, Verteiler und Lieferant zugleich – versorgt Wohnungsgesellschaften mit 12.7000 Wohnungen, das Landratsamt, kommunale Einrichtungen wie Rathaus und Schulen, Gewerbebetriebe sowie Privathaushalte mit umweltschonender Wärme. Aktuell kümmern sich am Standort 30 Mitarbeiter um die reibungslose Lieferung über das 50 Kilometer lange Fernwärmenetz.

70 Jahre Wohlfühlwärme für Plauen

Wie alles begann

Ende des 19. Jahrhunderts entsteht in Plauen das Städtische Elektrizitätswerk, welches zunächst nur Strom erzeugt. Ab 1948 werden benachbarte Kunden erstmals mit Dampf beliefert – die Geburtsstunde der städtischen Fernwärmeversorgung. Ende der 80er Jahre erfolgt der Bau des neuen Heizwerks auf Basis von Rohbraunkohle am Standort Hammerstraße. Heute wird hier der Brennstoff Erdgas verwendet und das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) genutzt. Diese Form der Energieerzeugung ist besonders effizient und umweltfreundlich, da neben Wärme auch Strom erzeugt wird. Der KWK-Anteil der Plauener Fernwärme liegt aktuell bei über 90 Prozent.

Investitionen in die Zukunft

In den letzten Jahren entwickelte envia THERM ein neues Fernwärmekonzept für die Stadt. Schwerpunkte waren der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz. 2014 errichtete das Unternehmen ein Blockheizkraftwerk am Standort Seehaus mit dem Brennstoff Biomethan und zwei Jahre später einen Wärmespeicher. Zusätzlich hat der Versorger mehrere Projekte zur effizienten Brennstoffausnutzung umgesetzt. Im Heizkraftwerk in der Hammerstraße wurde beispielsweise ein neuer Kessel installiert. Dieser eignet sich besser für den Betrieb bei geringerem Wärmebedarf in den Sommermonaten.

70 Jahre Wohlfühlwärme für Plauen

In den kommenden Jahren plant envia THERM weitere Investitionen in die Netzinfrastruktur und die Erzeugungsanlagen in Plauen. Zudem soll zukünftig verstärkt Solarthermie für die Wärmegewinnung genutzt werden.

Mehr zur Kraft-Wärme-Kopplung gibt es auf www.enviaM-gruppe.de.

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