5 Experten-Tipps für die richtige E-Bike-Pflege

Wer sein Rad liebt, der – pflegt. So wartungsintensiv wie ein Auto oder ein Motorrad ist ein E-Bike oder Pedelec nicht. Dennoch sind einige Handgriffe mehr nötig als bei einem Drahtesel ohne Motor. Der Einsatz lohnt sich aber: Wer regelmäßig in die Pflege und Wartung seines Gefährts investiert, spart auf lange Sicht Zeit, Geld, Nerven und hat mehr Spaß im Sattel.

Putzen

Die Fachleute von Little John Bikes empfehlen einen speziellen Radreiniger oder „Rad-Shampoo“, der Dichtungen und Kunststoffkomponenten schont. Weiche Lappen und Schwämme sind das Putzzeug der Wahl. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen ist der Gartenschlauch hilfreich. Unsere Experten raten jedoch vom Hochdruckreiniger ab. Wichtig: Bevor das Rad mit Wasser in Berührung kommt, den Akku und wenn möglich das Display entfernen. Alternativ müssen die empfindlichen Oberflächen abgedeckt werden. Zudem darf kein Wasser in das Akkufach laufen, da es sonst zu einem Kurzschluss kommen kann.

Akkupflege

Es reicht aus, den Akku mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Die Kontakte sollten sauber sein. Je nach Herstellerhinweis muss der Akku regelmäßig nachgeladen werden. Bei hochwertigen Lithium-Ionen-Akkus tritt der Memory-Effekt nicht mehr auf. Ein vollständiges Entladen vor dem nächsten Aufladen ist nicht erforderlich. Um Schäden vorzubeugen, ist es ratsam den Akku vor allem im Winter trocken und frostfrei zu lagern.

Rund um die Kette

Durch die Motorleistung werden Kette, Kassette und Kettenblatt großen Belastungen ausgesetzt. Regelmäßige Pflege ist hier unerlässlich. So halten die Komponenten länger und die Schaltqualität leidet nicht. Unser Experten-Tipp lautet hier: Alle zwei bis drei Wochen den Antrieb reinigen und neu schmieren. Ein gut geschmierter Antrieb ist auch deutlich leiser. Mit Bürste, Lappen, Kettenöl und einem speziellen Kettenreiniger wird das Pedelec in regelmäßigen Abständen in Schuss gebracht. Pro-Tipp: Statt teurem Spezialzubehör tun es hier auch eine Zahnbürste und ein altes T-Shirt. Zunächst wird dem hartnäckigen Schmutz auf der Kette mit Kettenreiniger zu Leibe gerückt. Fettlösende Mittel wie Spülmittel sind nicht zu empfehlen, da sie die Ketten zu sehr entfetten und unbrauchbar machen. Nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit den Reiniger abspülen und die Reste vorsichtig mit Bürste und Lappen entfernen. Ein paar Tropfen Kettenöl – am besten aus der Tropfflasche – lassen die Kette lange leben. Der Little-John-Expertentipp lautet: Immer in der Mitte der Kette ölen. Ein Tropfen pro Kettenglied ist genug. Nach dem Ölen die Kette ein Mal durch den Lappen ziehen. So werden überschüssige Reste schnell entfernt.

Luftdruck, Akku & Co.

Ein letzter Gang rund ums Rad: Sind beide Reifen aufgepumpt? Sie sollten wenigstens den Minimaldruck haben. Je nach Fahrergewicht sind das etwa zwei Drittel des zulässigen Maximaldrucks. Dann rollt es sich leichter, und die Reifen sind besser vor Pannen geschützt.  Weiter geht’s: Sind die Bremsbeläge noch ausreichend stark und der Akku voll? Funktionieren alle Lampen? Dann kann es losgehen. Wird das Pedelec eine Weile eingemottet, empfiehlt es sich, Akku und Display zu entfernen und bei Zimmertemperatur zu lagern.

Auf zum Jahres-Check

Auch bei bester Wartung gilt: Manchmal muss der Fachmann ran. Deshalb sollte das E-Bike einmal im Jahr zur Inspektion gebracht werden. Die Profis führen Software-Updates und einen kompletten Systemcheck durch.

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