322 Millionen Euro für die Energiewende

MITNETZ STROM investiert in diesem Jahr 322 Millionen Euro für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung. Das Geld fließt in die Erweiterung, Erneuerung und Instandhaltung des Stromnetzes.

Herausforderung Erneuerbare Energien

2021 sind unter anderem Erweiterungen von Umspannwerken, die Modernisierung von Trafostationen und die Verkabelung von Freileitungen im Mittelspannungsbereich geplant.

Dirk Sattur, technischer Geschäftsführer bei MITNETZ STROM sieht vor allem die vermehrte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen als Herausforderung:

Der Netzausbau ist wichtiger denn je, um den steigenden Anforderungen an unser Netz gerecht zu werden. Die zunehmende Anzahl von privaten Photovoltaik-Dachanlagen hat die Anzahl der Anschlussanfragen rapide steigen lassen. Zudem erwarten unsere Kunden zunehmend eine höhere Flexibilität aus dem Verteilnetz.

Mehr Flexibilität im Stromnetz

Die Energiewende erfordert Investitionen. Dirk Sattur vermutet, dass der Anteil von Elektrofahrzeugen im Netzgebiet bis 2030 um ein Viertel ansteigen wird. Das heißt, die 500 aktuellen öffentlichen Ladepunkte würden nicht mehr ausreichen. Deshalb rechnet er mit einem Bedarf von 250.000 privaten und öffentlichen Ladepunkten im Netzgebiet.

Cyberkriminalität bedroht Stromnetze,

Um die dafür erforderliche Flexibilität im Stromnetz zu erreichen, untersucht MITNETZ STROM derzeit die Ortsnetze, um mehr Transparenz über die Auslastung der Leitungen zu erlangen.

Digitalisierung von Trafostationen

Bis 2030 sollen 20 Prozent der Ortsnetz-Trafostationen digital ausgestattet werden. Ab 2022 wendet der Netzbetreiber jährlich rund 15 Millionen Euro für deren Ausbau auf. Die digitalen Trafostationen lassen sich fernsteuern und können Messwerte in Echtzeit übertragen und auswerten. Die Messwerte enthalten Daten über die Stromerzeugung, den Stromtransport und den Stromverbrauch. Somit ermöglichen sie die Steuerung des Bedarfs und eine effiziente Einbindung erneuerbarer Energien ins Verteilnetz. Von den 16.800 Trafostationen im Netzgebiet hat MITNETZ STROM in den vergangenen Jahren bereits 170 mit fernschaltbarer Technologie ausgestattet.

zwei Kollegen der MITNETZ STROM bei einer Besprechung vor einer Trafostation

Einsatz künstlicher Intelligenz

Auch der Einsatz künstlicher Intelligenz hält Einzug beim Netzbetreiber. Dirk Sattur sagt dazu:

Bereits heute nutzen wir die gewonnenen Daten unserer Betriebsmittel, um mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz eine Voraussage zu Wahrscheinlichkeiten von Defekten, oder dem Austausch von Betriebsmitteln zu treffen.

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